Meditation

Zunächst sei hier kurz erwähnt, dass Sie etwas weiter unten auf dieser Seite auch noch eine kurze Zusammenfassung verschiedener Studien zum Thema "Meditation und Achtsamkeit am Arbeitsplatz" finden.

 

Meditation ist eine uralte klassische Technik, die in vielen Kulturen auf verschiedene Art praktiziert wird. Bei uns ist Meditation primär durch buddhistische Traditionen bekannt geworden, aber auch schon in der ersten Definition des Begriffs Yoga wird vom „die Gedanken zur Ruhe bringen“ gesprochen, einer der einfachen und klassischen Definitionen von Meditation. Diese Form des bewussten Wahrnehmens gibt es in fast allen Kulturen und Religionen. So gibt es ebenso wie in den östlichen Traditionen zum Beispiel auch im Christentum Meditation oder Kontemplation.

 

Meditation gibt uns auf sehr einfache Weise die Möglichkeit unseren Geist zur Ruhe zu bringen und eine höhere Achtsamkeit, sowie einen Abstand zu uns selbst bzw. den Geschehnissen um uns herum zu erlangen. Dadurch können wir besser entspannen, fühlen uns wohler, können klarer denken und handeln. Meditation ist einer der wichtigen Schlüssel für Positivität, inneren Frieden, Kreativität und Lebensfreude.

Und sie ist jedem Übenden zugängig.

 

Auf Basis wissenschaftlicher Studien kann zusammenfassend gesagt werden, dass Meditation

- Stress reduziert,

- das Gehirn positiv verändert, da es die Bereiche für

- kognitive und emotionale Prozesse stärkt,

- das Gedächtnis- und Konzentrationsvermögen verbessert,

- Kreativität und Leistungsvermögen steigert

- und das Gehirn langsamer altern lässt,

- das Immunsystem stärkt (siehe untenstehender Text),

- Ängste reduziert und Schmerzen lindert,

- Burnout vorbeugen und bei Depressionen helfen kann

und insgesamt

- zu einer verbesserten Lebensqualität führt.

 

Diese positiven und durch Studien nachgewiesenen Auswirkungen werden hier nun noch auszugsweise etwas genauer dargestellt und aufgelistet:

 

Studienergebnisse bezüglich des Gehirns

Studien haben nachgewiesen, dass die Dichte der Nervenzellen in jenen Bereichen der Großhirnrinde, die für kognitive und emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig sind, zunimmt. Die eigene Aufmerksamkeit zu fokussieren und zu kontrollieren sowie das Gedächtnis und die Konzentration zu intensivieren nimmt genauso zu, wie der Alterungsprozess unseres Gehirns gebremst wird. Das Gehirn zeigt bereits nach zwei Lebensjahrzehnten Anzeichen der Degeneration und verliert mit zunehmendem Alter an Volumen und Gewicht. Dieser Prozess kann durch Meditation verlangsamt und abgeschwächt werden. Die Meditation wirkt im Gehirn wie ein Jungbrunnen. Sie erhöht die graue Substanz in Gehirnarealen, die für Aufmerksamkeit, Konzentration und Erinnerung wichtig sind. Auf diese Weise hilft sie auch jenen Zustand zu vermeiden, der inzwischen mit dem Begriff Burnout definiert wird.

 

Studienergebnisse bezüglich des Immunsystems

Ebenso wurde mehrfach nachgewiesen, dass durch Meditation das Immunsystem besser arbeitet. So kann es hilfreich bei Bluthochdruck, Stress und stressbedingten Krankheiten sein. Es wurde auch festgestellt, dass Erkältungskrankheiten seltener auftraten, die Erkältungen nicht so intensiv gewesen und die Symptome schneller abgeklungen sind. So ergab eine Studie auch eine erhöhte Aktivität der Immunzellen und eine Reduzierung von bestimmten Entzündungsmarkern.

Bei einer weiteren Studie wurde festgestellt, dass Migränepatient/innen weniger Anfälle bekamen und die Dauer und Intensität geringer gewesen sind. Die Patient/innen hatten auch das Gefühl von einer besseren Lebensqualität und den Eindruck, dass sie besser auf die Anfälle einwirken und sie beeinflussen können.

 

Studienergebnisse bezüglich Stress, Angst und Lebensqualität

Generell wird auch festgestellt, dass Meditation bei Stress und Ängsten hilft, sowie Schlafprobleme reduziert. Es lassen sich einfacher negative Gedanken mit Abstand betrachten und eine positive wie lebensbejahende Lebenseinstellung umsetzen. So wird zum Beispiel die Achtsamkeitsmeditation in der Psychotherapie ebenso wie in vielen Kliniken bei Stress, Depressionen, Angst- und Schmerzpatient/innen oder auch bei der ergänzenden Behandlung von Krebserkrankungen erfolgreich angewendet. Durch diese vielfältigen und positiven Veränderungen bewirkt Meditation, dass die Übenden gelassener und glücklicher werden.

 

Insofern führt Meditation zu einer höheren Lebensqualität in Bezug auf Physis und Psyche. Dies wirkt sich dann ebenso auf die beruflichen wie auch sozialen Aspekte im Leben aus.

 

Meditation und Achtsamkeit am Arbeitsplatz

Inzwischen gibt es auch einige Studien und Artikel zum Thema Meditation/Achtsamkeit im Arbeitsalltag. So wurde unter anderem festgestellt, dass der Stresspegel sinkt und die Kommunikation unter den Kolleg/innen sich verbessert. In einer Studie wurde bei Achtsamkeitstests herausgefunden, dass die Fehlerquote um 25% gesunken ist. Auch wurde mehr Freude und ein verbesserter Umgang mit Stress bei der Arbeit festgestellt. Viele empfinden mehr Offenheit, Akzeptanz und eine verstärkte Wahrnehmung positiver Gefühle während der Arbeit. Es wurde ebenso festgestellt, dass sich dies auch positiv auf die Kollege/innen auswirkt.

In einem weiteren Artikel wurde darauf hingewiesen, dass achtsame Menschen sich ihrer Handlungen und deren Auswirkungen bewusster sind und sich dadurch weniger von ihren Zielen und Werten entfernen.

Darüber hinaus entwickelten sich bei den Teilnehmer/innen einer Achtsamkeitsstudie positive Veränderungen ihrer

- Lebensweise in Bezug auf Ernährung, Tabak- und Drogenkonsum,

- physischen und psychischen Gesundheit,

- mentalen Stärke, Selbstwahrnehmung und -reflexion,

- sozialen Integration,

- Stressverarbeitung und ihren Umgang mit Emotionen

- Lebenszufriedenheit

 

Das Gute und Wirksame an Achtsamkeits-/Meditationstechniken ist, dass sie leicht umsetzbar sind, sowie von jedem Menschen ausgeführt und selbstständig geübt werden können. Darüber hinaus geht es bei diesen Techniken nicht nur darum, diese vor oder nach der Arbeit zu praktizieren, sondern diese Achtsamkeit auch während der Arbeit umzusetzen.

 

Dies bewirkt, dass die jeweilige Person mehr Freude bei der Arbeit hat, sie weniger gestresst ist, mehr Kraft und Energie hat, die Fehlerquote sinkt und die Kreativität steigt. Darüber hinaus wirken sich die Praktiken der Achtsamkeit und der Meditation auch positiv auf die Gesundheit aus.

 

All dieses hat natürlich auch einen sehr positiven Einfluss auf das Leben insgesamt.